NISE-STIM ®
NISE-Stim® ist eine nicht-invasive Elektrostimulationstherapie zur Unterstützung motorischer, sensorischer und autonomer Funktionen bei Kindern mit neurologischen und orthopädischen Erkrankungen.
Die Methode wurde von Gerti Motavalli, PT, MPT, und Dr. Gad Alon, PT, PhD, in den USA entwickelt.

Indikationen für
NISE-STIM®
- Spina Bifida
- Muskelhypotonie
- Genetische Erkrankungen
- Nervenschädigungen wie z.B. Plexuslähmungen
- Transversale Myelitis
- Schädigung des Rückenmarks
- Cerebralparesen
- Ausgewählte Myotonien (SMA) in Absprache mit den behandelnden Neuropädiatern
- Arthrogrypose
- Hüftdysplasien
- Skoliosen

Therapeutische Wirkung
Die NISE-Stimulation® hat in der Durchführung einen eher passiven Behandlungsansatz, bei dem überwiegend Struktur- und Funktionsdefizite im Vordergrund stehen. Sie wird eingesetzt zur Atrophieprophylaxe, zur Muskelkräftigung, zur Tonisierung oder Detonisierung von Muskulatur, für bestimmte Formen der Spastikbehandlung, zur Durchblutungsförderung oder zur Verbesserung der sensorischen Wahrnehmung.
Bei der NISE-Stimulation® werden die Elektroden direkt über der Wirbelsäule angelegt und an der jeweiligen Ziel-Muskulatur.
Die Therapie wird in der Regel zweimal täglich für jeweils 20 bis 30 Minuten durchgeführt.
Die Anwendung der NISE-Stim®-Therapie darf ausschließlich unter Anleitung eines ausgebildeten NISE-Stim®-Therapeuten erfolgen und ist mit den behandelnden Pädiatern, Neuropädiatern, Kinderorthopäden oder dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) abzustimmen.
Vom eigenständigen Anlegen der Elektroden wird ausdrücklich und dringend abgeraten.

Ziele der NISE-STIM®
1. Optimierte neuromuskuläre Aktivierung und Kraftentwicklung, was eine Verbesserung der motorischen Funktionen begünstigt
2. Verbesserte sensomotorische Wahrnehmung bei Hypästhesien
3. Förderung der autonomen Regulationsmechanismen (z. B. Atemfunktion, gastrointestinale Aktivität, Blasen- und Darmkontrolle, Kreislaufregulation)
4. Erhöhtes sensorisches Feedback sowie gesteigertes Körperbewusstsein (Propriozepton und Interozeption)